Ähnlich wie beim Schwarzbrunnkamm verlief auch über den Kopainberg/ Kopanina die symbolische Sprachgrenze, welche die tschechischen und deutschen Einwohner bis 1945 trennte. Es waren Angehörige der Klubs tschechischer Touristen aus Turnov, die auf die Idee kamen, auf dem Kopainberg einen Aussichtsturm zu errichten. Das Projekt des runden Backsteinturmes stammte aus der Feder des Architekten František Duba aus Turnov. 1894 kam es unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit zu seine feierlichen Bestimmungsübergabe. Aus Prag wurde damals sogar ein Sonderzug abgefertigt! Der Blick vom Aussichtsturm Kopanina ist überwältigend: man erblickt das Isergebirge mit all seinen Gipfeln, das Riesengebirge mit seiner Dominante, der Kesselkoppe/ Kotel, das Riesengebirgsvorland mit den Bergen Zvičina und Tábor, das malerische Böhmische Paradies mit dem Berg Kozákov, dem Felsenkamm Suché skály und der Burgruine Trosky, weiter westlich dann die Berge Bezděz/Bösig und Ralsko/Roll. Auch der Blick auf den Jeschkenkamm/Ještědský hřeben ist außergewöhnlich und ungewohnt.

– 657 m ü. NN., nordwestlich von Železný Brod.