Der Schwarzbrunnkamm dominiert die gesamte Region. Obwohl er nur zehn Minuten Autofahrt von Jablonec aufragt, mutet er an, als sei hier die Zeit stehen geblieben. An seinem westlichen Ausläufer ragt seit 1905 der gleichnamige Aussichtsturm des Architekten Robert Hemmrich auf – einer der schönsten im ganzen Land – von dem sich ein weiter Rundblick bietet.

Eine erste Aussichtspunkte auf der Schwarzbrunnwarte (Černá studnice) entstand schon im Jahre 1885. Davon zeugt eine in den Fels gemeißelte Inschrift mit dieser Jahreszahl. 1905 errichtete hier der Deutsche Gebirgsverein für das Jeschken- und Isergebirge einen steinernen Aussichtsturm samt Berghütte, die vorbeikommenden Wanderern bis heute (teilweise) ihre Gastlichkeit bietet. Vom Aussichtsturm bietet sich eine hinreißende Aussicht – von der Schneekoppe (Sněžka), bis zum Berg Bösig (Bezděz) und Rollberg (Ralsko). Im Norden erheben sich die Kämme des Isergebirges und im Süden der Berge Tábor und Kozákov sowie die Hügellandschaft des Böhmischen Paradieses (Český ráj). Im architektonischen Wettbewerb für den Turmbau siegte der Gablonzer Architekt Robert Hemmrich, dem das Bauwerk nicht nur großes Renommee, sondern auch weitere Aufträge einbrachte. Ja, er stieg zum Haupterbauer der Aussichtstürme in der Region Jablonec auf.
Auf dem Gipfel nimmt eine Naturrodelbahn ihren Anfang. Bei günstigen Schneebedingungen kann man bis nach Smržovka rodeln!
– Schwarzbrunnkamm/Černostudniční hřeben, 869 m ü. NN
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